Streckennetzkarte Oberfranken - Ausschreibung Dieselnetz Oberfranken

Regio Oberfranken

Vorschau Streckennetzkarten

Ausschreibung Dieselnetz Oberfranken

Wie heute am 07.10.2008 bekannt gegeben wurde, steht die BeNEX GmbH, an der die Hamburger Hochbahn, Metronom, Cantus, ODEG beteiligt ist, als neuer Betreiber des Dieselnetz Oberfranken fest. Nach einer 2- wöchigen Einspruchsfrist, wird sie dann wohl ab Juni 2011 auf den folgenden Strecken verkehren sofern die Sperrfrist ohne Einspruch abgelaufen ist:

Forchheim-Ebermannstadt, Bamberg-Ebern, Bad Rodach-Coburg-Lichtenfels, Lichtenfels-Kulmbach-Bayreuth, Bayreuth-Weiden, Bayreuth-Weidenberg, Bayreuth-Marktredwitz, Hof-Bad Steben, Hof-Selb, Hof-Münchberg-Kulmbach sowie Münchberg-Helmbrechts.

Nach Angaben des bayerischen Verkehrsministeriums hat diese Holding den Zuschlag bekommen. Nach Meinung von Verkehrsministerin Emilia Müller (CSU) ist das Angebot von BeNEX attraktiver als das aller anderen Anbieter gewesen. Wie sie allerdings zu einem solchen Ergebnis kommt, ist völlig rätselhaft. Denn das Grundkonzept hat die BEG selbst vorgegeben. Wonach alle Anbieter die selben Leistungen hätten erbringen müssen. Nur die Triebwagen Vorschläge lagen ganz allein in Händen der Ausschreibungsteilnehmer.

Uns stellt sich hier also die Frage, aus welchen Gründen ausgerechnet BeNEX den Zuschlag erhielt. Betrachten wir doch einmal wie sich die BeNEX Gruppe zusammensetzt.

Hamburger Hochbahn:

Die Hamburger HOCHBAHN ist ein nach privatwirtschaftlichen Grundsätzen organisiertes und geführtes Unternehmen, das sich im Besitz Hamburgs befindet.

Metronom:

Die Niedersachsen Bahn GmbH ist ein Eisenbahnverkehrsunternehmen, das als Betriebsgesellschaft für die Metronom Eisenbahngesellschaft fungiert. Diese wiederum ist ein Zusammenschluss von der Osthannoverschen Eisenbahn AG (60 %) und der EVP (40 %) aus Zeven. Dessen Besitzer das Land Niedersachsen ist.

Cantus:

Die Gesellschafter der Cantus Verkehrsgesellschaft sind wiederum die Hamburger Hochbahn AG zu 50% und die Hessische Landesbahn GmbH zu ebenfalls zu 50%. Hamburger Hochbahn – Stadt Hamburg, Hessische Landesbahn – Land Hessen! (Übrigens gehört die Südthüringen Bahn und die Erfurter Industriebahn auch zur Hessischen Landesbahn!)

ODEG:

Die Ostdeutsche Eisenbahn GmbH (ODEG) ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Arriva GmbH und der BeNEX. Sie betreibt zahlreiche Eisenbahnlinien im Raum Berlin/ Brandenburg, in Mecklenburg-Vorpommern sowie ab Dezember 2008 in der Lausitz.

Was ist also die BeNEX GmbH?

Die BeNEX GmbH setzt sich zusammen aus 51 % Hamburger Hochbahn und 49 % hält die australische Investmentgesellschaft Babcock & Brown Puplic Partnerships. Das alleinige Ziel dieses Unternehmens ist es, durch die Beteiligung an Ausschreibungsverfahren sowie durch Kooperationen und Übernahme etablierter Verkehsunternehmen in Europa zu expandieren.

Der Sinn dieses verwobenen Netzes scheint offensichtlich. Möglichst viele Namen, mit eigentlich nur einem Hintergrund, Kapital aus Deutschland abziehen und Lohndumping zu installieren.

Flirt Dieseltriebzug der Cantus-BeNEX Gruppe

Wen wundert es da, dass nur die Triebwagen von Cantus auf Testfahrten des ausgeschriebenen Dieselnetz in Oberfranken unterwegs waren? Wie auf dem Bild zu sehen im Bahnhof Lichtenfels. Schließlich gehören sehr viele Privatbahnen zu diesem Arriva Konzern. So scheint es wohl bereits beschlossene Sache zu sein, dass auch das Nahverkehrs – E – Netz Frankens an die BeNEX Gruppe gehen wird, um die Lücke zwischen Hessen und dem Raum Regensburg zu schließen. (Somit hätte man eine der längsten Streckenverbindungen in Nord-Süd- Richtung, mit dem Grund, kostengünstigere Umläufe und bessere Auslastung für die Fahrzeuge erreichen zu können. Nur des E-Netz Regensburg wäre ein reiner Inselbetrieb gewesen, was sicher mit höheren Kosten verbunden wäre.)

Denn bereits im November 2007 gewann diese GmbH die Ausschreibung des E-Netzes Regensburg. Hierfür soll nun ein eigenes Eisenbahnverkehrsunternehmen gegründet werden und die insgesamt 26 neuen Lirex -Triebwagen angeschafft werden, die natürlich das Bundesland Bayern finanziert. Ist das nicht ein totsicheres Geschäft für einige wenige Herren?

Genau diese Sachen passieren unter dem Deckmantel einer öffentlichen Ausschreibung, in der nichts als Augenwischerei vor den Augen der Öffentlichkeit betrieben wird.

Doch was haben die Fahrgäste davon? Neue Fahrzeuge, die auch so angeschafft worden wären und günstigere Fahrpreise, wohl kaum. Da diese sowieso dem Tarifverband unterliegen.

Die Deutsche Bahn mit Regio Oberfranken unterliegen in diesem Wettbewerb, wie selbstverständlich. Denn seitdem Frau Müller das Ministerium für Verkehr in Bayern begleitet, konnten keine Ausschreibungen mehr für die Deutsche Bahn AG entschieden werden.

Aus diesem Grund sind nun rund hundert Mitarbeiter von dem Verlust der Dieselstrecken allein in Oberfranken betroffen. Das beteiligte Unternehmen geht sicher davon aus, dass die Mitarbeiter von DB Regio Oberfranken teilweise zu ihnen wechseln. Natürlich zu deutlich schlechteren Gehaltsbedingungen.

Frau Müller hat sich bestimmt sicher etwas dabei gedacht, dass nun nicht nur unser Bundesland weniger Steuereinnahmen hat, sondern auch unsere ganze Gesellschaft, die sicherlich davon profitieren wird. (Die Einzigen die hier ein profitables Geschäft machen, sind die Gesellschafter der bereits genannten Firmengruppen!)

Ein Hoch also, auf unsere ach so gepriesene soziale Marktwirtschaft!

Unverständlich ist, dass Politiker unseres eigenen Bundeslandes es nicht schaffen das Kapital, das die Fahrgäste mit den Ticketgebühren bezahlen, die ja nicht gerade niedrig sind, zu 100 % wieder in bayerische Eisenbahnen zu investieren.

Am Ende weiß niemand mehr wo unser Kapital geblieben ist, weil sich einige Wenige, durch verworrene Systeme daran bereichert haben. Ist das neue (alte) Eisenbahnsystem irgendwann an die Wand gefahren, wird mal wieder der Steuerzahler kräftig zur Kasse gebeten. Man siehe es ach so schön, an der heutigen Bankenkriese.

Und jetzt darf sich jeder darüber seine eigene Meinung bilden, wozu das alles nützt!

Ausschreibung E-Netz Franken

Das E-Netz Franken geht an Bahn-Tochter

Wie heute am 21.01.2009 bekanntgegeben wurde, geht der Zuschlag für den Betrieb der elektrischen Nahverkehrszüge Franken ab 12/2011 an die Regional- und Stadtverkehr Bayern GmbH (RSB), dies ist eine Tochtergesellschaft der Deutschen Bahn.

Die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) hat gemeinsam mit dem Thüringer Ministerium für Bau, Landesentwicklung und Medien das Unternehmen in einem europaweiten Ausschreibungsverfahren ermittelt. Das E-Netz Franken umfasst die elektrischen Nahverkehrszüge zwischen Nürnberg, Bamberg und Würzburg sowie den südthüringischen Städten Sonneberg, Saalfeld und Jena.

Fahrgäste sollen lt BEG von einem Drittel mehr an Zügen profitieren, schnelleren und häufigeren Direktverbindungen und attraktiven Service- und Tarifangeboten sowie von neuen Fahrzeugen. So sollen fabrikneue elektrische Bombardier-Triebzüge der Bauart ‘Talent’ der zukünftigen Baureihe 442 auf dem E-Netz Frankens verkehren. Zukünftig werden Fahrzeuge der gleichen Baureihe ebenfalls bei der S-Bahn Nürnberg eingesetzt.

Das Angebot umfasst erstmals einen durchgehenden Express-Verkehr der Frankenwald-Region mit dem Landkreis Kronach nach Bamberg, Erlangen und Nürnberg. Bisher musste ein Umstieg bei dieser Verbindung in Lichtenfels erfolgen.

Für den mittelfränkischen Ballungsraum Nürnberg/Fürth/Erlangen sollen sich ab 2011 attraktive Direktverbindungen in den Frankenwald und den Thüringer Wald ergeben. Ob sich Reisezeitgewinne ergeben wird abzuwarten sein.

Da auch hier die Wiederspruchsfrist der unterlegenen Anbieter eingehalten werden muss, ist die Bindungsfrist von 14 Tagen abzuwarten.

Die neue Regierung in Bayern, vertreten durch die BEG, hat mit dieser Entscheidung das E-Netz Franken an die DB zu geben, endlich ein Zeichen für den Wirtschaftsstandort Bayern gesetzt. Wir begrüßen diese Entscheidung!

Unterschriftenaktion gegen bisherige Vergabeentscheidung

Kaum etwas unter Eisenbahnern sorgt für so große Diskussionen wie das Thema “Ausschreibungen in Bayern”. Die bisherigen Vergabeentscheidungen in Bayern, sowie in allen anderen Bundesländern stößt auf herbe Kritik. Die große Angst vor Arbeitsplatzverlust, einem drohenden Lohndumping und schlechteren sozialen Leistungen sind wehement.

Mit einer Unterschriftenaktion will der Verein mobifair einen Teil dazu beitragen, dass zukünftig vernünfitge Kriterien bei den Vergabeentscheidungen in den Vordergrund gestellt werden. Jeder der sich an der Aktion beteiligen möchte, hat dazu unter mobifair
die Möglichkeit.

Die Vergabe des D-Netzes Oberfranken an BeNEX sorgte in unserer Region für große Diskussionen. Die Vergabe des E-Netzes Franken wird für 20.01.2009 erwartet. Wir berichten weiter!

  • Copyright © by FSUI 2006

Games-News - Jawk.de - Informationsportal

Banner fewo 468x60