Bahnstrecken in Thüringen

Um hier detaillierte Informationen weiter geben zu können, müssen wir dringend noch mehr recherchieren.

Einige Bilder wollen wir dennoch zeigen, denn auch die Strecken durch den Thüringer Wald bieten Hobbyfotografen jede Menge Schnappschuß-Möglichkeiten!

Die Strecke Eisfeld - Sonneberg (Hinterlandbahn)

Die Geschichte der Strecke

Die eingleisige Nebenbahn von Eisfeld nach Sonneberg in Thüringen, durchquert das südthüringer Hinterland und erhielt so ihren Namen.

1897 wurde in Sonneberg von Landrat Götting ein Comitee gegründet um eine Eisenbahnverbindung zwischen Eisfeld – Schalkau – Sonneberg, mit dem Ziel, das „Hinterland“ durch eine Nebenbahn zu erschließen. Außerdem sollte sie mit der damaligen Hauptstrecke, der Werrabahn, verbunden werden.

Im Jahre 1906 genehmigte der Landtag nach Abschluss eines Staatsvertrages zwischen dem Königreich Preußen und dem Herzogtum Sachsen – Meiningen den Bahnbau zwischen Eisfeld und Sonneberg. Die Königlich Preußischen Eisenbahnverwaltung projektierte die Linie in Teilstrecken und errichtete sie in 4 Jahren Bauzeit mit italienischen, serbischen und polnischen Arbeitern. Am 14. September 1909 wurde das erste Teilstück für 21,5 km von Eisfeld nach Effelder eröffnet. Die Gesamtlänge der Strecke beträgt 32,9 km und wurde am 31. März 1910 eingeweiht.

Viadukt bei Sonneberg

Die Linie wurde hauptsächlich bis nach dem 2. Weltkrieg zur Erschließung des Sonneberger Hinterlandes genutzt. In den 70er Jahren sah sich die DR gezwungen den Oberbau zu verstärken und die Viadukte in Sonneberg – West und Mengersgereuth – Hämmern zu sanieren, da fast der gesamte Güterverkehr der Stadt Sonneberg über die Strecke nach Eisfeld lief. Nun befuhren Containerzüge mit 1000 Tonnen, gezogen von schweren Diesellokomotiven der Baureihe 118, 119 und 131 die Linie.

Personenzüge benötigten länger als 1 Stunde für die 32,9 km lange Strecke, da das Umsetzen der Lokomotive im Spitzkehrenbahnhof Raueinstein allein schon 12 Minuten in Anspruch nahm.

Wegen zu hoher Betriebskosten erfolgte im Januar 1997 durch die Deutsche Bahn, die Einstellung des Bahnverkehres auf der Strecke. Schon im Dezember 1997, durch heftige Proteste erwirkt, konnte vom Landkreis Sonneberg eine Vereinbahrung zur Wiederinbetriebnahme unterzeichnet werden.

Bauzug auf der Hinterlandbahn im August 1999

Im Dezember 1999 wurde schließlich die Thüringer Eisenbahn GmbH gegründet, um das gesamte Sonneberger Netz von 63,7 Streckenkilometern ab 2001 für 17 Jahre von der DB Netz AG zu pachten. Nach einer umfangreichen Streckensanierung ab September 2001, konnte schließlich der Betrieb am 3. Oktober 2002 wieder aufgenommen werden.

Auf der nicht elektrifizierten Strecke verkehren Triebwagen mit max. 200 m Länge, der Süd-Thüringen-Bahn GmbH, mit einer Höchstgeschwindigkeit von 60 h/km. Dabei werden die Bahnhöfe Sonneberg (Thür.) Hbf., Sonneberg (Thür.) West, Mengersgereuth-Hämmern Ost, Mengersgereuth-Hämmern, Effelder (Thür), Seltendorf, Rauenstein (Thür), Schalkau Mitte, Schalkau, Bachfeld und Eisfeld angefahren.

Bahnhof Sonneberg / Thür.

Baureihe BR 628 im Bahnhof Sonneberg

Wegen Bauarbeiten zwischen Coburg und Lichtenfels im Sommer 2006 musste die Oberleitung abgeschaltet werden.

Der Inselbetrieb Coburg – Sonneberg erfolgte deshalb außerplanmäßig mit der Baureihe 628.

Im Bild zu sehen ist der Hofer Triebwagen 628 428 fotografiert am 13.06.2006.

Bahnhof Eisfeld

Baureihe BR 219; Eisfeld; Diesellok

Das Foto entstand 1994 im Bahnhof Eisfeld. Mit dem Zusammenschluss der deutschen Bahnen gab es 1995 einen Versuch, die Baureihe durch eine Modernisierung zu retten. 20 Lokomotiven wurden von Krupp in Essen umgebaut, jedoch waren die Maßnahmen so aufwendig und kosteten der DB Unsummen.

2003 wurden alle Fahrzeuge dieser Baureihe außer Dienst gestellt. Nur 1 Exemplar wurde dem DB Museum überstellt.

Bahnhof Saalfeld

Baureihe 143 Regionalbahn nach Naumburg

Die Regionalbahn von Lichtenfels nach Naumburg verlässt am 17.02.2007 gegen 13.30 Uhr den Bahnhof von Saalfeld in Richtung Rudolstadt/ Schwarza.

Winterlicher Einsatz

Der Streckenabschnitt Ernstthal - Neuhaus am Rennweg

Vom Bahnhof Ernstthal verlassen in Richtung Süden 2 Gleise. Das linke Gleis führt nach Lauscha und das rechte Gleis nach Neuhaus am Rennweg. Nach einer Straßenüberquerung erfolgt ein etwa 650 m langer Felseinschnitt und weiteren 200 m eine Steigung von etwa 3 Kilometern bei der ein Höhenunterschied von 60 m überwunden wird, dies entspricht 33,3 Promille.

Über einen drei bis fünf Meter hohen Damm führt die Strecke an dem ehemaligen Haltepunkt Igelshieb vorbei. Nach einer Brückenüberfahrt erreicht man den Bahnhof von Neuhaus, dem höchstgelegenen Normalspurbahnhof der ehemaligen Deutschen Reichsbahn mit 829 Metern über NN.

Im Volksmund hört man hier oft: “Acht Monate Winter und vier Monate kalt!” Dementsprechend kompliziert sind die Betriebsbedingungen auf diesem Streckenabschnitt, vorallem im Winter.

Schneepflug bei Lauscha

Der Einsatz dieses Schneepfluges war im Winter 2005/2006 bei Lauscha nötig. Schneewehen sind im Streckennetz des Thüringer Waldes, im Winter keine Seltenheit.

Schneepflug bei Ernsttahl

Hier fährt er am Bahnübergang in der Nähe von Ernstthal.

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